Die Zertifizierung zum WEG-Verwalter nach § 26a WEG ist für viele angehende Verwalter der wichtigste Schritt in den Beruf. Doch eine Frage taucht immer wieder auf: Wie schwer ist die Immobilienverwalter Prüfung wirklich?
Die ehrliche Antwort: Sie ist machbar - aber anspruchsvoll. Viele Kandidaten unterschätzen bestimmte Bereiche oder wissen nicht genau, was auf sie zukommt. Die gute Nachricht: Mit der richtigen Vorbereitung bestehen die meisten im ersten Versuch.
Hier findest du echte Erfahrungswerte, typische Stolperfallen und konkrete Tipps für deinen Erfolg.
Was sagen Teilnehmer über die Schwierigkeit der Prüfung?
Viele Kandidaten beschreiben die Prüfung als „fordernd, aber fair“. Der Schwierigkeitsgrad hängt stark davon ab:
- wie gut man das WEG-Recht versteht
- ob man kaufmännisches Basiswissen hat
- ob man bereits Erfahrungen in der Verwaltung gesammelt hat
- wie strukturiert man sich vorbereitet
Im Durchschnitt berichten Teilnehmer:
- Die schriftliche Prüfung ist inhaltlich anspruchsvoll, aber gut machbar.
- Die mündliche Prüfung ist weniger Wissensabfrage, sondern eine Anwendungssituation - hier scheitern eher diejenigen, die keine Praxisfälle geübt haben.
Warum empfinden viele das WEG-Recht als schwierig?
Das Wohnungseigentumsgesetz ist komplex, enthält viele Querverweise und unterscheidet zwischen Situationen wie:
- ordnungsmäßiger Verwaltung
- baulichen Veränderungen
- Beschlussfassungen
- Rechten und Pflichten der Eigentümer
Wer die Paragraphen nur auswendig lernt, ohne sie zu verstehen, stößt schnell an seine Grenzen.
Erfahrungsbericht eines Teilnehmers:
„Ich dachte zuerst, WEG-Recht wäre reines Jura. Aber sobald ich verstanden habe, wie die Paragraphen im Alltag wirken, wurde alles logisch.“
Wie anspruchsvoll ist der kaufmännische Teil?
Viele Einsteiger empfinden ihn als machbar, aber ungewohnt.
Herausfordernd sind vor allem:
- Aufbau des Wirtschaftsplans
- Unterschiede der Kostenarten
- Umlageschlüssel
- Rücklagenbewertung
- Interpretation von Abrechnungen
Kandidaten, die noch nie eine Abrechnung gesehen haben, sollten frühzeitig mit Übungsbeispielen arbeiten.
Was macht die mündliche Prüfung schwierig?
Die häufigste Aussage lautet:
„Ich wusste alles - aber ich war nervös.“
Die mündliche Prüfung testet nicht Faktenwissen, sondern:
- Anwendung von Recht
- Priorisierung
- Kommunikation
- Problemlösung
Viele unterschätzen, dass sie laut und strukturiert erklären müssen, wie sie vorgehen würden.
Beispiele für typische Fälle:
- Ein Beschluss enthält einen Formfehler - wie reagierst du?
- Ein Eigentümer zweifelt die Abrechnung an.
- Die Rücklage reicht nicht aus - was tun?
- Ein Wasserschaden betrifft Sondereigentum und Gemeinschaftseigentum.
Wer solche Fälle nicht trainiert hat, fühlt sich schnell überfordert.




