Auf Seite suchen
Abberufung des Verwalters
Abgeltungssteuer
Ablaufleistung
Abrechnungsspitze
Abschlusskosten
Abschlussprovision
Abtretung
Abwasserschäden
Aktie
Aktienanleihe
Aktienfonds
Aktienindex
Allgemeine Versicherungsbedingungen
Allmählichkeitsschäden
Alterseinkünftegesetz
Amts-Haftpflichtversicherung
Anfechtbarer Beschluss
Anleihe
Annahmefrist
Annuitätendarlehen
Anschlussfinanzierung
Anteilklasse
Anzeigepflicht
Assekuranz
Asset Allocation
Aufräumungs- und Abbruchkosten
Aufteilungsplan
Aufzugsanlage
Ausgabeaufschlag
Ausgabepreis
Auslandsreisekrankenversicherung
Ausschüttung
Außenversicherung
Basisertrag
Basisrente
Basistarif
Basiswert
Basiszins
Bauliche Veränderung
Bausparvertrag
Bauträger
Beleihungsauslauf
Beleihungswert
Beratungsprotokoll
Bereitstellungszinsen
Bergungskosten
Berufsgenossenschaft
Berufshaftpflichtversicherung
Berufsunfähigkeitsversicherung
Beschlussanfechtungsklage
Beschlussfassung
Beschlusssammlung
Beschränkt persönliche Dienstbarkeit
Bestandsverwaltung
Bestandsübernahme
Betriebliche Altersversorgung
Betriebshaftpflicht
Betriebskosten
Beurkundung
Bewirtschaftungskosten
Billigungsklausel
Biometrische Risiken
Blue Chips
Bonuszertifikat
Brandschutz
Briefkurs
Bruchschaden
Cap-Darlehen
Contract for Differences (CFD)
D&O-Versicherung
Dachfonds
Dauernutzungsrecht
Dauerwohnrecht
Deckungssumme
Deflation
Deliktsfähigkeit
Depot
Depotführungsgebühr
Derivat
Digitalisierung Immobilienverwaltung
Direktversicherung
Discountzertifikat
Diversifikation
Dividende
Drei-Schichten-Modell
Dynamik
ESG im Immobilienbereich
ESIS-Merkblatt
Edelmetalle
Eigentümergemeinschaft
Eigentümerversammlung
Einsichtsrecht der Eigentümer
Einzelabrechnung
Einzelkonto
Elementarschäden
Elementarversicherung
Endfälliges Darlehen
Energetische Sanierung
Energieausweis
Energieeffizienz
Keine Ergebnisse gefunden
Thank you! Your submission has been received!
Oops! Something went wrong while submitting the form.
Glossar
Wie können wir dir helfen?
Sprich mit einem unserer Experten.
Jetzt kontaktieren

Mahnwesen

Definition (Was ist Mahnwesen?)

Das Mahnwesen ist der operative Teil des Forderungsmanagements. Es bezeichnet
die konkrete Durchführung der Zahlungserinnerungen und Mahnungen an säumige
Schuldner (Debitoren).

Rechtlich setzt die Mahnung den Schuldner in Verzug. Erst wenn Verzug
eingetreten ist, muss der Schuldner auch die Kosten der Rechtsverfolgung
(Mahngebühren, Anwalt, Zinsen) tragen. Bei Hausgeldzahlungen tritt der Verzug
oft schon automatisch ein (Fälligkeit nach Kalender), dennoch ist die Mahnung
meist der notwendige "Weckruf".

Rechtliche Grundlage

Basis ist § 286 Bürgerliches Gesetzbuch (BGB) (Verzug des Schuldners). Das
Gesetz sagt: Leistet der Schuldner auf eine Mahnung nicht, kommt er in Verzug.
Alternativ: Ist für die Leistung eine Zeit nach dem Kalender bestimmt (z. B.
"Hausgeld fällig am 3. Werktag des Monats"), kommt er auch ohne
Mahnung in Verzug.

Funktionsweise / praktische Bedeutung

Ein gutes Mahnwesen ist automatisiert. Deine Verwaltersoftware sollte
vorschlagen, wer gemahnt werden muss. Üblicher Ablauf:

  1. Zahlungserinnerung: Freundlich, noch keine Gebühren. ("Haben Sie es
    übersehen?").
  2. 1. Mahnung: Bestimmt, mit Fristsetzung, ggf. kleine Mahngebühr.
  3. 2. Mahnung / Letzte Mahnung: Androhung rechtlicher Schritte ("Wenn bis zum
    ... kein Geld da ist, übergeben wir an den Anwalt.").

Im Video wird erwähnt, dass du "Fristen überwachen" musst. Das gilt
auch für Zahlungsfristen, die du setzt.

Relevanz für die Sachkundeprüfung nach § 26a WEG

Prüfungsfalle: Mahngebühren. Darfst du pauschal 20 € Mahngebühr verlangen? Nein!
Die Rechtsprechung erlaubt nur den Ersatz des tatsächlichen Schadens (Papier,
Porto). Pauschalen von 2,50 € bis 5,00 € werden meist akzeptiert. Höhere
Gebühren sind unwirksam. Wichtig: Verzugszinsen betragen 5 Prozentpunkte über
dem Basiszinssatz (§ 288 BGB).

Praxisbezug für Immobilienverwalter

Mahnwesen ist Fingerspitzengefühl. Bei einem Eigentümer, der seit 20 Jahren
pünktlich zahlt, rufst du erst mal an. Bei einem notorischen Spätzahler schickst
du sofort die Mahnung. Wichtig: Mahne im Namen der Gemeinschaft, nicht in deinem
eigenen. Wenn das Mahnwesen nichts bringt: Übergabe an den Anwalt oder
Beantragung eines gerichtlichen Mahnbescheids (das darfst du als Verwalter
selbst machen).

Typische Fehler oder Haftungsrisiken

Fehler: Formfehler. Eine Mahnung muss eindeutig sein. "Bitte zahlen Sie
irgendwann mal" reicht nicht. Es muss heißen: "Zahlen Sie Betrag X bis
zum Datum Y". Risiko: Verjährungshemmung vergessen. Eine einfache Mahnung
hemmt die Verjährung NICHT! Nur der gerichtliche Mahnbescheid oder die Klage tun
das. Wer 3 Jahre lang nur Briefe schreibt, verliert das Geld.

Zusammenfassung

Das Mahnwesen ist die notwendige Disziplinierung der Zahlungsmoral. Es muss
rechtssicher, fristgerecht und dokumentiert erfolgen, um die Liquidität der WEG
zu sichern und Verzugsschäden geltend machen zu können.

Im Vorbereitungskurs zur Sachkundeprüfung nach § 26a WEG üben wir das Ausfüllen
eines gerichtlichen Mahnbescheids und zeigen dir, welche Formulierungen in
Mahnschreiben rechtlich Bestand haben.

Zusammenfassung

Digital & Schnell

Bereite dich optimal auf IHK Prüfungen vor

grafik sachkundeprüfung 34d
Versicherungs-
vermittler
Auswählen
grafik sachkundeprüfung 34f
Finanzanlagen-
vermittler
Auswählen
grafik sachkundeprüfung 34i
Immobiliar-
darlehensvermittler
Auswählen
grafik ausbildereignungsschein
Ausbilder-
eignungsschein
Auswählen
grafik baufi masterclass
Baufi-
Masterclass
Auswählen

Jetzt loslegen und für deine
Sachkundeprüfung vorbereiten

Sofortiger Zugang
100%  Geld-zurück-Garantie
Du bestehst oder bekommst dein Geld zurück
95% Bestehensquote