
Was ist die private studentische Krankenversicherung (PSKV)?
Die private studentische Krankenversicherung (PSKV) ist eine Alternative zur gesetzlichen Krankenversicherung speziell für Studierende. Sie deckt medizinische Kosten wie Arztbesuche, Krankenhausaufenthalte und Medikamente ab und bietet oft günstigere Beiträge. Um eine PSKV abzuschließen, musst du dich zu Beginn deines Studiums von der gesetzlichen Versicherungspflicht befreien lassen – das ist eine wichtige Voraussetzung, die viele Kandidaten übersehen.
Prüfungsrelevanz und typische Fehler
In der §34d-Prüfung wird abgefragt, wie du die PSKV von der gesetzlichen Krankenversicherung unterscheidest und wann Studierende diese Wahl treffen können. Ein häufiger Fehler: Kandidaten denken, dass die PSKV automatisch günstiger ist – das stimmt nicht immer. Entscheidend ist, dass du verstehst, wie die Befreiungsfrist funktioniert (in der Regel 3 Monate nach Studienbeginn) und welche Konsequenzen eine vorzeitige Rückkehr zur GKV hat.
Vorteile der privaten studentischen Krankenversicherung
- Niedrigere Beiträge: Studierende zahlen oft deutlich weniger als in der gesetzlichen Krankenversicherung, weil das Einkommen niedrig ist.
- Bessere Leistungen: Private Tarife können erweiterte Leistungen wie Zahnersatz, Heilpraktiker oder Auslandsschutz beinhalten.
- Flexibilität: Du kannst deinen Tarif individueller gestalten als in der GKV.
Nachteile und Risiken
- Befreiung ist dauerhaft: Eine Rückkehr in die GKV ist nach Studienende schwierig und oft teuer – das ist ein großes Risiko, das du Kunden erklären musst.
- Beitragssteigerungen: Nach dem Studium können die Beiträge erheblich ansteigen, wenn du privat versichert bleibst.
- Versicherungspflicht ab 30: Ab dem 30. Lebensjahr oder nach 14 Semestern entfällt die Möglichkeit, privat versichert zu sein – dann muss eine neue Lösung her.
Gesetzliche Grundlage
Die PSKV ist im SGB V und der Versicherungsamtlichen Regelung (VAR) verankert. Als Versicherungsvermittler nach §34d GewO musst du wissen, dass du deine Kunden auf die Dauerhaftigkeit der Entscheidung hinweisen und dokumentieren musst, dass sie die Folgen verstanden haben.




