Zuletzt aktualisiert: September 2026
Die 34f-Sachkundeprüfung kostet mit einer Kategorie zwischen 300 und 469 Euro, mit allen drei Kategorien zwischen 350 und 575 Euro (Stand 2026). Die Gebühr richtet sich bei den meisten IHKs nach der Zahl der geprüften Fachbereiche – Ausnahmen wie die Dortmunder Pauschale zeigt die Tabelle unten. Auch hier haben viele IHKs zum Jahreswechsel 2026 erhöht.
IHK-Gebühren 2026 im Städtevergleich (eine bis drei Kategorien)
Stand: 2026, Angaben laut Gebührenordnungen der IHKs. Dortmund berechnet eine Pauschale unabhängig von der Kategorienzahl; Berlin und Düsseldorf bepreisen zwei und drei Kategorien identisch.
Du kannst die IHK frei wählen – und damit spürbar sparen
Du bist bei der Prüfungsanmeldung nicht an deine regionale IHK gebunden. Ein Blick auf die Tabelle lohnt sich bei der 34f-Prüfung sogar besonders: Bei allen drei Kategorien liegen zwischen der günstigsten IHK (Bremen, 350 Euro) und der teuersten (Köln, 575 Euro) 225 Euro – bei bundesweit einheitlicher Prüfung. Prüfe bei der Auswahl neben der Gebühr auch, welche IHK deinen Wunschtermin anbietet: Alle Standorte und Fristen findest du in unserem Beitrag zu den 34f-Prüfungsterminen und IHK-Standorten.
Kategorien clever wählen: So beeinflusst du die Kosten
Anders als bei der 34d-Prüfung richtet sich die 34f-Gebühr bei den meisten IHKs nach der Zahl der geprüften Fachbereiche – offene Investmentvermögen, geschlossene Investmentvermögen und Vermögensanlagen. Daraus ergeben sich zwei Strategien:
- Alles auf einmal: Wer sicher alle drei Kategorien vermitteln will, fährt mit der Komplettprüfung meist am günstigsten – der Aufpreis für die zweite und dritte Kategorie ist kleiner als eine spätere separate Erweiterungsprüfung, für die erneut eine Gebühr fällig wird.
- Klein starten: Wer zunächst nur offene Investmentvermögen (Kategorie 1) vermittelt, zahlt den Einstiegspreis und kann später erweitern – bei der Erweiterung wirst du nur im neuen Fachbereich geprüft. Wie das Kategoriensystem genau funktioniert, erklärt unser Guide zur schriftlichen 34f-Prüfung.
Beachte die Ausnahmen aus der Tabelle: Dortmund berechnet eine Pauschale unabhängig von der Kategorienzahl, Berlin und Düsseldorf bepreisen zwei und drei Kategorien identisch – dort kostet die dritte Kategorie effektiv nichts extra.
Was in der Prüfungsgebühr enthalten ist – und was noch dazukommt
Die Gebühr aus der Tabelle deckt die Abnahme der Sachkundeprüfung ab. Für deine Gesamtkalkulation solltest du drei weitere Posten einplanen:
- Vorbereitung: Ein bestimmter Kurs ist nicht vorgeschrieben – die Kosten reichen von Fachliteratur bis zu Präsenzlehrgängen im vierstelligen Bereich. Ein Online-Selbstlernkurs liegt dazwischen. Wichtig bei 34f: Jeder angemeldete Fachbereich muss einzeln mit mindestens 50 % bestanden werden – plane also für jede Kategorie Vorbereitungszeit ein. Konkrete Lernstrategien liefern unsere 13 Tipps für die schriftliche 34f-Prüfung.
- Wiederholung: Erreichst du in einem Bereich weniger als 50 %, gilt der schriftliche Teil als nicht bestanden und muss wiederholt werden – die Gebühr wird dann erneut fällig, teils zu reduzierten Wiederholungssätzen je nach IHK. Die beste Kostenbremse ist, beim ersten Versuch zu bestehen.
- Nach der Prüfung: Wer sich selbstständig macht, sollte die Folgekosten kennen – Gebühren für die Erlaubnis nach § 34f GewO, die Eintragung ins Vermittlerregister und die Vermögensschadenhaftpflicht. Was auf dich zukommt, zeigt unser Beitrag zu den Voraussetzungen und der Registrierung als Finanzanlagenvermittler.
Wer übernimmt die Kosten?
Du musst die Prüfung nicht zwingend selbst bezahlen. Zwei Wege sind verbreitet:
- Arbeitgeber: Wer den Einstieg über einen Vertrieb oder ein Finanzvertriebsunternehmen macht, bekommt Vorbereitung und Prüfungsgebühr häufig vom künftigen Arbeitgeber finanziert – frag im Bewerbungsgespräch aktiv danach.
- Agentur für Arbeit: Bei Arbeitssuchenden kann die Arbeitsagentur die Kosten für Vorbereitung und Prüfung unter Umständen über einen Bildungsgutschein übernehmen. Wichtig: unbedingt vor der Anmeldung klären, nachträglich wird nicht erstattet.
Häufige Fragen
Was kostet die 34f-Sachkundeprüfung?
Mit einer Kategorie kostet die Prüfung 2026 je nach IHK zwischen 300 Euro (IHK Frankfurt) und 469 Euro (IHK Köln), mit allen drei Kategorien zwischen 350 Euro (IHK Bremen) und 575 Euro (IHK Köln). Die Gebühr richtet sich bei den meisten IHKs nach der Zahl der geprüften Fachbereiche.
Kostet jede Kategorie extra?
Bei den meisten IHKs ja: Jede zusätzliche Kategorie erhöht die Gebühr um einen Aufschlag. Ausnahmen gibt es aber – die IHK Dortmund berechnet eine Pauschale unabhängig von der Kategorienzahl, und Berlin sowie Düsseldorf bepreisen zwei und drei Kategorien identisch.
Übernimmt die Arbeitsagentur die Kosten?
Bei Arbeitssuchenden kann die Agentur für Arbeit die Kosten für Vorbereitung und Prüfung unter Umständen über einen Bildungsgutschein übernehmen. Kläre das unbedingt vor der Anmeldung mit deiner Arbeitsagentur.
Fazit: Die Gebühr ist nur ein Teil der Rechnung
Zwischen 300 und 575 Euro kostet die 34f-Prüfung je nach IHK und Kategorienzahl — mit der freien IHK-Wahl und der richtigen Kategorien-Strategie holst du davon einiges wieder rein. Der größte Kostenfaktor ist aber ein anderer: eine nicht bestandene Prüfung. In gute Vorbereitung zu investieren ist deshalb die wirksamste Sparmaßnahme — wie du sie angehst, zeigt unser Guide zur schriftlichen 34f-Prüfung.