Zuletzt aktualisiert: September 2026
Die vollständige 34d-Sachkundeprüfung (schriftlicher und praktischer Teil) kostet je nach IHK zwischen 320 und 470 Euro (Stand 2026). Am günstigsten ist derzeit die Handelskammer Hamburg mit 320 Euro, am teuersten die IHK Frankfurt am Main mit 470 Euro. Viele IHKs haben ihre Gebühren zum Jahreswechsel 2026 erhöht – die aktuelle Übersicht findest du in der Tabelle unten.
Prüfungsgebühren in verschiedenen Städten:
Stand: 2026, Angaben laut Gebührenordnungen der IHKs. * Dortmund weist keine separate Teilprüfung aus; 240 € ist die Gebühr für die Wiederholung des schriftlichen Teils. Die Teilprüfungsgebühr gilt bei mehreren IHKs nur bei Anerkennung oder Wiederholung des praktischen Teils.
Was in der Prüfungsgebühr enthalten ist – und was noch dazukommt
Die Gebühr aus der Tabelle deckt die Abnahme der Sachkundeprüfung ab: den schriftlichen Teil und das praktische Beratungsgespräch. Für deine Gesamtkalkulation solltest du drei weitere Posten einplanen:
- Vorbereitung: Ein bestimmter Kurs ist nicht vorgeschrieben – die Kosten reichen von Fachliteratur für unter 100 Euro bis zu Präsenzlehrgängen im vierstelligen Bereich. Ein Online-Selbstlernkurs liegt dazwischen und ist für die meisten der beste Kompromiss aus Preis und Bestehenschance. Wie die Prüfung aufgebaut ist und worauf es in der Vorbereitung ankommt, zeigt unser Guide zur schriftlichen 34d-Prüfung.
- Wiederholung: Fällst du durch, wird die Gebühr erneut fällig – viele IHKs berechnen für Teilwiederholungen aber reduzierte Sätze: nur schriftlich je nach IHK etwa 200 bis 343 Euro, nur der praktische Teil etwa 150 bis 295 Euro. Wie realistisch das Risiko ist, zeigen die Durchfallquoten der 34d-Prüfung – die beste Kostenbremse ist, beim ersten Versuch zu bestehen.
- Nach der Prüfung: Wer sich selbstständig macht, sollte die Folgekosten kennen – Gebühren für die Gewerbeerlaubnis, die Eintragung ins Vermittlerregister und die Berufshaftpflichtversicherung. Was auf dich zukommt, erklärt unser Beitrag zur Gewerbeerlaubnis nach § 34d GewO.
Wer übernimmt die Kosten?
Du musst die Prüfung nicht zwingend selbst bezahlen. Zwei Wege sind verbreitet:
- Arbeitgeber: Wer den Einstieg über eine Agentur oder einen Vertrieb macht, bekommt Vorbereitung und Prüfungsgebühr häufig vom künftigen Arbeitgeber finanziert – frag im Bewerbungsgespräch aktiv danach.
- Agentur für Arbeit: Bei Arbeitssuchenden kann die Arbeitsagentur die Kosten für Vorbereitung und Prüfung unter Umständen über einen Bildungsgutschein übernehmen. Wichtig: unbedingt vor der Anmeldung klären, nachträglich wird nicht erstattet.
Häufige Fragen
Was kostet die 34d-Sachkundeprüfung?
Die vollständige Sachkundeprüfung (schriftlicher und praktischer Teil) kostet 2026 je nach IHK zwischen 320 Euro (Handelskammer Hamburg) und 470 Euro (IHK Frankfurt am Main). Viele IHKs haben ihre Gebühren zum Jahreswechsel 2026 erhöht.
Was kostet die Wiederholungsprüfung?
Bei einer Wiederholung fällt die Prüfungsgebühr erneut an, viele IHKs berechnen für Teilwiederholungen aber reduzierte Gebühren: Die Wiederholung nur des schriftlichen Teils kostet je nach IHK etwa 200 bis 343 Euro, nur der praktische Teil etwa 150 bis 295 Euro.
Übernimmt die Arbeitsagentur die Kosten?
Bei Arbeitssuchenden kann die Agentur für Arbeit die Kosten für Vorbereitung und Prüfung unter Umständen über einen Bildungsgutschein übernehmen. Kläre das unbedingt vor der Anmeldung mit deiner Arbeitsagentur.
Fazit: Vergleichen lohnt sich — bestehen noch mehrMit 320 bis 470 Euro je nach IHK ist die Preisspanne für die identische Prüfung beachtlich, und da du die IHK frei wählen kannst, ist der Vergleich bares Geld wert. Die teuerste Variante bleibt trotzdem der zweite Versuch — plane die Vorbereitung deshalb großzügiger als die Gebühr. Wie die Prüfung abläuft und worauf es ankommt, zeigt unser Guide zur schriftlichen 34d-Prüfung.