
Was sind offene Immobilienfonds?
Offene Immobilienfonds sind Investmentfonds, die Anlegergelder in verschiedene Immobilienprojekte – wie Bürogebäude, Einkaufszentren und Wohnimmobilien – investieren. Du kannst jederzeit Anteile kaufen oder verkaufen, was diesen Fonds hohe Liquidität verschafft. Die Renditen entstehen durch Mieteinnahmen und Wertsteigerungen. Durch die Streuung auf mehrere Objekte bieten offene Immobilienfonds eine relativ stabile, diversifizierte Anlageform.
Relevanz in der §34f-Prüfung
Der Prüfer erwartet, dass du den Unterschied zwischen offenen und geschlossenen Immobilienfonds kennst und die Risiko-Rendite-Profile bewerten kannst. Wichtig: Du musst verstehen, dass offene Immobilienfonds trotz täglicher Handelbarkeit bei Marktkrisen zu Liquiditätsengpässen führen können – Fondsgesellschaften können Verkäufe aussetzen. Verwechsel nicht die theoretische Jederzeit-Liquidität mit der praktischen Verfügbarkeit in Krisenphasen.
Funktionsweise und Vorteile
- Diversifikation: Dein Geld wird auf mehrere Immobilienprojekte verteilt, wodurch Einzelrisiken gesenkt werden.
- Liquidität: Anders als geschlossene Fonds kannst du deine Anteile regelmäßig verkaufen – unter normalen Marktbedingungen.
- Stabile Renditen: Mieteinnahmen bieten kontinuierliche Cashflows, die oft regelmäßige Ausschüttungen ermöglichen.
Nachteile und Risiken
- Liquiditätsrisiko: Bei Marktturbulenzen können Fonds Verkäufe aussetzen oder begrenzen – das ist ein Prüfungsklassiker.
- Marktrisiko: Immobilienpreise fallen in Rezessionen; dein Vermögen unterliegt Schwankungen.
- Gebührenbelastung: Verwaltungsgebühren (1–2% p.a.) und Ausgabeaufschläge reduzieren deine Rendite.
Gesetzliche Grundlage
Offene Immobilienfonds sind Sondervermögen nach dem Kapitalanlagegesetzbuch (KAGB). Die BaFin überwacht ihre Verwaltung und schreibt vor, dass Fondsgesellschaften Verkäufe nur unter bestimmten Bedingungen aussetzen dürfen – ein wichtiger Schutz, den Prüfer oft abfragen.




