Was sind biometrische Risiken?
Biometrische Risiken sind persönliche Lebensrisiken, die deine physische Existenz und Gesundheit betreffen. du entstehen durch Tod, Invalidität, Krankheit oder lange Lebensdauer – also Ereignisse, die sie nicht kontrollieren kannst. Finanziell können sie dramatische Folgen haben: Wegfall des Einkommens, hohe Behandlungskosten oder Versorgungslücken. In der §34d-Prüfung musst du diese Risiken kennen, um Kunden richtig beraten zu können.
Welche biometrischen Risiken gibt es?
Es gibt vier zentrale Arten:
- Todesfallrisiko: Das Risiko, früh zu sterben und deine Familie ohne Einkommen zu hinterlassen. Absicherung: Risikolebensversicherung, Lebensversicherung.
- Invaliditätsrisiko: Das Risiko, durch Krankheit oder Unfall berufsunfähig oder erwerbsunfähig zu werden. Absicherung: Berufsunfähigkeitsversicherung, Unfallversicherung.
- Langlebigkeitsrisiko: Das Risiko, älter zu werden als dein Ersppartes reicht – finanzielle Engpässe im Alter. Absicherung: Rentenversicherung.
- Krankheitsrisiko: Das Risiko schwerer oder chronischer Erkrankungen mit hohen Kosten oder Einkommensverlust. Absicherung: Krankenversicherung, Dread-Disease-Versicherung.
Warum sind biometrische Risiken prüfungsrelevant?
Als Versicherungsvermittler musst du biometrische Risiken identifizieren und die passenden Versicherungsprodukte kennen. Typischer Prüfungsfehler: Kandidaten verwechseln biometrische mit sachlichen Risiken (z. B. Feuer, Diebstahl). Biometrische Risiken sind immer personenbezogen – sie hängen von Alter, Gesundheit und Lebensdauer ab. In der Beratung zeigst du damit, dass du Kundenbedürfnisse richtig analysieren kannst.
Versicherungsprodukte für biometrische Risiken
- Risikolebensversicherung: Absicherung des Todesfalls für Hinterbliebene.
- Berufsunfähigkeitsversicherung: Schutz des Einkommens bei beruflicher Leistungsunfähigkeit.
- Private Rentenversicherung: Schutz vor Altersarmut durch Langlebigkeit.
- Unfallversicherung: Leistung bei Invalidität durch Unfälle.
- Krankenversicherung: Kostendeckung für medizinische Behandlungen.
Praktischer Nutzen für deine Beratung
Wenn du mit Kunden sprichst, helfen dir biometrische Risiken dabei, die persönliche Situation zu verstehen: Hat der Kunde Familie? Ist er selbstständig? Wie alt ist er? Diese Fragen leiten deine Produktempfehlungen. Ein junger Familienvater braucht eine hohe Risikolebensversicherung. Ein Selbstständiger braucht vor allem Berufsunfähigkeitsversicherung. So wird deine Beratung präzise und kundengerecht.
Zusammenfassung
Biometrische Risiken sind persönliche Lebensrisiken wie Tod, Invalidität, Krankheit und Langlebigkeit, die deine finanzielle Stabilität gefährden können. du sind zentral für die Kundenberatung, weil sie zeigen, welche Versicherungsprodukte ein Kunde wirklich braucht.
In der Prüfung musst du drei Dinge können: (1) Biometrische Risiken von sachlichen Risiken unterscheiden, (2) die vier Risikoarten und passende Versicherungsprodukte zuordnen, (3) Kundensituationen analysieren und Absicherungslücken erkennen.
Im Vorbereitungskurs für die Sachkundeprüfung nach §34d lernst du, wie du dieses Thema sicher in der Prüfung beherrschst.




