
Was ist die Deckungssumme?
Die Deckungssumme ist die maximale Entschädigungsleistung, die eine Versicherung im Schadensfall zahlt. Sie legt fest, bis zu welcher Höhe der Versicherer haftet. Schäden darüber hinaus trägst du selbst – das ist der kritische Punkt, den Prüfer abfragen.
Prüfungskontext: Was musst du wissen?
In der §34d-Prüfung geht es um: (1) Unterschied zwischen Deckungssumme und Versicherungssumme, (2) gesetzliche Mindestdeckungssummen (z. B. Kfz-Haftpflicht: 7,5 Mio. € Personenschäden), (3) praktische Beratung, wie du Kunden die richtige Summe empfiehlst.
Typische Fehler
Viele Quereinsteiger verwechseln Deckungssumme mit Versicherungssumme oder denken, eine hohe Summe sei immer besser. Nein: Zu hoch = unnötige Kosten; zu niedrig = Unterversicherung und Eigenanteil im Schadensfall.
Versicherungsarten und ihre Deckungssummen
- Haftpflichtversicherung: 5–50 Mio. € für Personen- und Sachschäden. Schützt vor Forderungen Dritter.
- Kfz-Haftpflicht: Gesetzliches Minimum 7,5 Mio. € Personenschäden, 1,12 Mio. € Sachschäden.
- Hausratversicherung: Richtet sich nach dem Wert deines Hausrats (Feuer, Einbruch, Sturm).
- Berufshaftpflicht: Für Freiberufler und Selbstständige, je nach Branche 250.000 € bis mehrere Millionen.
- Rechtsschutzversicherung: Deckt Anwalts- und Gerichtskosten bis zur vereinbarten Summe.
Wie wird die Deckungssumme festgelegt?
Du vereinbarst sie mit dem Versicherer bei Vertragsabschluss. du sollte zum individuellen Bedarf und möglichen Schadensszenarien passen – nicht zu niedrig (Unterversicherung), nicht zu hoch (unnötige Prämie).
Praktisches Beispiel
Versicherter verursacht Unfall mit 1 Mio. € Personenschäden. Deckungssumme: 500.000 €. Der Versicherer zahlt 500.000 €, du musst 500.000 € selbst tragen. Das ist Existenzrisiko – darum ist die richtige Summe entscheidend.
Gesetzliche Grundlagen
§ 5 Abs. 1 PflVV (Kfz-Haftpflicht): Mindestdeckungssummen sind verpflichtend. Bei anderen Versicherungen sind die Summen verhandelbar, aber es gelten Marktstandards.




