
Was ist Restschuld?
Restschuld bezeichnet den noch ausstehenden Betrag eines Darlehens oder Kredits, der nach Abzug aller bisherigen Tilgungen verbleibt. Sie vermindert sich mit jeder geleisteten Rate gemäß dem vereinbarten Tilgungsplan. Bei Immobiliendarlehen – dem Kernbereich deiner Tätigkeit als Immobiliardarlehensvermittler – ist die Restschuld essentiell, da sie die Basis für Zinsberechnungen und die Dauer der Rückzahlung bildet.
Prüfungsrelevanz und häufige Fehler
In der §34i-Prüfung wird oft gefragt, wie sich Restschuld und Zinsen gegenseitig beeinflussen, oder wie lange ein Darlehen läuft. Ein typischer Fehler: Kandidaten verwechseln Restschuld mit der gesamten Schuldsumme oder wissen nicht, dass die Restschuld nach jedem Tilgungsbetrag sinkt. Wichtig ist auch: Je höher die Restschuld, desto höher fallen die Zinszahlungen aus – ein Punkt, den deine Kunden verstehen müssen.
Praktische Bedeutung in der Vermittlung
Als Vermittler musst du deinen Kunden erklären können, wie die Restschuld ihre Rückzahlungsplanung beeinflusst. Das ist entscheidend für die Kundenberatung und das Vertrauen. Besonders bei der Anschlussfinanzierung spielt die Restschuld eine Rolle: Nach 10 Jahren (typischer Sollzinsbindungszeitraum) bleibt eine Restschuld, die dann zu neuen Konditionen weitergeleitet wird.
Gesetzlicher Kontext
Die Restschuld ist in der Immobiliarkreditrichtlinie und im PSD2 relevant, da Vermittler Kunden über den ausstehenden Betrag transparent informieren müssen. Auch die Preisangabenverordnung (PAngV) berücksichtigt die Restschuld bei der Berechnung des effektiven Jahreszinses.
Mehr zu diesem Thema erfährst du in unserem §34i Prüfungsleitfaden und den typischen §34i Prüfungsfragen.




