
Prüfungsrelevanz: Was fragt der Prüfer?
Bei der §34i-Prüfung musst du Konstantdarlehen von anderen Darlehensformen unterscheiden können – insbesondere von Annuitätsdarlehen. Der Prüfer interessiert sich dafür, ob du die Rückzahlungslogik verstehst: konstante Rate = konstante monatliche Zahlung, aber mit sich änderndem Zins- und Tilgungsanteil. Das ist die zentrale Abgrenzung, die viele Kandidaten übersehen.
Definition: Was ist ein Konstantdarlehen?
Ein Konstantdarlehen ist ein Darlehen, bei dem die monatlichen Raten über die gesamte Laufzeit gleich bleiben. Anders als beim Annuitätsdarlehen bleibt hier nicht die Gesamtrate konstant, sondern nur die vereinbarte monatliche Zahlung. Der Zinsanteil sinkt über die Zeit, während der Tilgungsanteil entsprechend steigt – die Summe beider bleibt aber immer gleich.
Typische Verwechslungen
Viele verwechseln Konstantdarlehen mit Annuitätsdarlehen. Der Unterschied: Beim Annuitätsdarlehen sind Zins und Tilgung zusammen konstant (Annuität). Beim Konstantdarlehen ist nur die gesamte monatliche Rate konstant, während sich Zins und Tilgung verschieben. In der Praxis sind Konstantdarlehen seltener – für §34i-Vermittler wichtig, um sie korrekt erklären zu können.
Praktische Relevanz für deine Arbeit
Als Immobiliardarlehensvermittler musst du Kunden verstehen lassen, warum ihre monatliche Zahlungsverpflichtung planbar bleibt – das ist der Hauptvorteil. Bei Beratung zur Immobilienfinanzierung ist es entscheidend, dass du diese Unterschiede erklären kannst, besonders wenn es um Vergleiche zwischen verschiedenen Finanzierungsvarianten geht.
Vorteile im Überblick
- Planungssicherheit: Der Kreditnehmer weiß exakt, welche monatliche Belastung dauerhaft anfällt.
- Transparenz: Keine versteckten Kostensteigerungen während der Laufzeit.
Nachteile und Besonderheiten
- Zinsbindung: Der Zins ist festgeschrieben – bei fallenden Marktzinsen kann das ungünstig sein.
- Begrenzte Flexibilität: Anpassungen sind schwierig oder mit Kosten verbunden.




