
Schadenregulierung – Prüfungskontext
In der §34d-Prüfung wird die Schadenregulierung vor allem unter dem Aspekt der Versicherungsvermittler-Pflichten abgefragt: Wie informierst du deinen Kunden über den Schadenprozess? Welche Rechte und Pflichten hat der Versicherungsnehmer? Welche Rolle spielst du als Vermittler bei der Unterstützung?
Definition und Ablauf
Schadenregulierung ist der Prozess, bei dem eine Versicherungsgesellschaft einen gemeldeten Schadensfall prüft, die Ansprüche des Versicherungsnehmers bearbeitet und entschädigt. Der typische Ablauf umfasst: Schadenmeldung (du informierst die Versicherung), Schadenprüfung (Gutachter oder Sachbearbeiter prüft), Feststellung der Schadenhöhe und Auszahlung oder Reparaturkostenübernahme.
Typische Fehler von Prüflingskandidaten
- Verwechslung: Schadenregulierung ist nicht das gleiche wie Versicherungsschutz – es ist die Abwicklung nach dem Schadensfall.
- Falsch gedacht: Der Makler oder Vermittler reguliert nicht selbst – die Versicherungsgesellschaft trägt diese Verantwortung.
- Unterschätzt: Deine Rolle als Vermittler ist, den Kunden im Schadenprozess zu unterstützen und zu beraten, nicht zu regulieren.
Deine Rolle als Versicherungsvermittler
Du erklärst deinem Kunden transparent, wie die Schadenregulierung funktioniert. Das schafft Vertrauen und vermeidet Frustrationen. Du kannst auch bei der Schadenmeldung helfen, indem du die notwendigen Informationen sammelst und der Versicherung weiterleitest. Als Versicherungsvermittler bist du der Ansprechpartner für Fragen während der Schadensbearbeitung.
Gesetzliche Grundlage
Die Informationspflicht des Vermittlers ergibt sich aus §34d GewO. Du musst den Kunden über wesentliche Merkmale des Versicherungsschutzes informieren – dazu gehört auch, wie der Schadenprozess abläuft und welche Pflichten der Kunde hat (z.B. zügige Schadenmeldung).




