Was ist Festgeld?
Festgeld ist eine Geldanlage, bei der du einen festen Betrag für einen festgelegten Zeitraum (meist 1 bis 10 Jahre) an eine Bank leihst. Dafür erhältst du einen garantierten Zinssatz, der über die gesamte Laufzeit unverändert bleibt. Während dieser Zeit kann das Geld in der Regel nicht vorzeitig abgehoben werden – das ist das Kernmerkmal dieser Anlageform.
Prüfungsrelevanz
In der Sachkundeprüfung musst du Festgeld korrekt als Kreditinstitutprodukt einordnen können. Wichtig: Festgeld ist kein Wertpapier – es ist eine Bankanlage mit Einlagensicherung. Du solltest die Unterschiede zu Tagesgeld, Sparbriefe und Anleihen sicher beherrschst und wissen, wann Festgeld für verschiedene Kundensituationen geeignet ist.
Typische Fehler
Viele verwechseln Festgeld mit Wertpapieren oder unterschätzen die fehlende Flexibilität. Auch wird oft übersehen, dass bei vorzeitiger Auflösung (wenn überhaupt möglich) erhebliche Verluste entstehen können. Bedenke: Der garantierte Zins ist nur dann relevant, wenn du bis zum Laufzeitende wartest.
Praktische Einordnung
Als Vermittler nach §34f oder §34i musst du Festgeld als sichere Komponente eines diversifizierten Portfolios einordnen können – besonders für konservative Anleger oder zur Kapitalanlage mit fester Zeitspanne.
Vorteile
- Sicherheit: Garantierte Zinsen und Kapitalrückzahlung am Ende der Laufzeit.
- Planbarkeit: Feste Laufzeit und Zinssatz bieten volle Renditegewissheit.
- Einlagensicherung: Schutz bis 100.000 € pro Kunde und Bank gesetzlich garantiert.
- Keine Marktrisiken: Unabhängig von Kursschwankungen.
Nachteile
- Keine Flexibilität: Kapital ist gebunden; vorzeitige Kündigung ist meist nicht möglich oder mit Strafzinsen verbunden.
- Zinsrisiko: Ist der Marktzins bereits gesunken, kannst du bei Fälligkeit nur eine niedrigere Quote erhalten.
- Inflationsrisiko: Bei niedriger Verzinsung kann die reale Kaufkraft sinken.
- Niedrigere Rendite: Im Vergleich zu Wertpapieren oft deutlich geringere Erträge.
Zusammenfassung
Festgeld ist eine sichere, planbare Geldanlage mit garantiertem Zinssatz über eine feste Laufzeit. Das Kapital ist während dieser Zeit gebunden und kann nicht flexibel abgehoben werden – das unterscheidet es deutlich von Tagesgeld.
Im Vorbereitungskurs für die Sachkundeprüfung nach §34f lernst du, wie du dieses Thema sicher in der Prüfung beherrschst.




