
Was sind geschlossene Fonds?
Geschlossene Fonds sind Investmentfonds, bei denen du als Anleger Kapital für ein spezifisches Projekt wie Immobilien, Schiffe oder Windparks zur Verfügung stellst. Die Fondsgesellschaft sammelt das benötigte Kapital einmalig ein – danach wird der Fonds geschlossen und es können keine weiteren Anteile erworben werden. Das ist der entscheidende Unterschied zu offenen Fonds, die jederzeit neue Anteile ausgeben.
Prüfungsrelevanz und häufige Fehler
In der §34f-Prüfung wird besonders abgefragt, wie du geschlossene Fonds von offenen Fonds unterscheidest. Viele Kandidaten verwechseln die fehlende Liquidität (du kannst Anteile nicht einfach verkaufen) mit fehlender Rentabilität. Das ist falsch: Geschlossene Fonds können durchaus hohe Renditen bringen, sind aber illiquide.
Funktionsweise und Laufzeit
Bei geschlossenen Fonds erfolgt die Kapitaleinsammlung in einer festgelegten Zeichnungsfrist. Hat die Fondsgesellschaft das Zielkapital erreicht, wird der Fonds geschlossen. Dein Kapital ist dann für die gesamte Laufzeit gebunden – meist 10 bis 20 Jahre. Nach Projektende erhältst du dein Kapital zurückgezahlt. Während der Laufzeit kannst du deine Anteile nicht verkaufen oder nur über einen schwer zu findenden Sekundärmarkt.
Chancen und Risiken
Geschlossene Fonds bieten potenziell hohe Renditen durch spezialisierte Projektinvestitionen. Gleichzeitig trägst du aber auch höhere Risiken: Das Projekt kann scheitern, es droht Totalverlust, und du hast keine Möglichkeit, schnell auszusteigen. Die Volatilität und das Insolvenzrisiko des Projektinitiators sind zusätzliche Risikofaktoren, die du bei der Beratung klar kommunizieren musst.




