Was ist eine Aktienanleihe?

Eine Aktienanleihe (auch Equity Linked Bond genannt) ist ein strukturiertes Finanzprodukt, das eine festverzinsliche Anlage mit einem Aktieninvestment kombiniert. du bietet eine feste Verzinsung, jedoch mit der Besonderheit, dass die Rückzahlung am Laufzeitende entweder in bar oder in Form von Aktien des zugrunde liegenden Unternehmens erfolgt – abhängig vom Aktienkurs bei Fälligkeit.

Wie funktioniert eine Aktienanleihe?

  1. Festverzinsung: Der Anleger erhält während der Laufzeit einen festen Zinssatz, der in der Regel höher ist als bei klassischen Anleihen.
  2. Rückzahlung in bar: Liegt der Aktienkurs am Laufzeitende über dem festgelegten Basispreis, wird der Nennbetrag in bar zurückgezahlt.
  3. Rückzahlung in Aktien: Liegt der Aktienkurs unter dem Basispreis, erhält der Anleger eine vorher festgelegte Anzahl von Aktien – unabhängig vom aktuellen Kurswert.

Beispiel für eine Aktienanleihe

  • Nominalbetrag: 1.000 Euro
  • Basispreis der Aktie: 50 Euro
  • Festgelegte Aktienanzahl: 20 Stück
  • Zinssatz: 8 % p. a.

Szenarien am Laufzeitende:

  1. Aktienkurs über 50 €: Der Anleger erhält 1.000 € in bar zurück – zuzüglich Zinsen.
  2. Aktienkurs unter 50 €: Der Anleger erhält 20 Aktien. Bei einem Kurs von 30 € entspricht das nur 600 € – Verlust trotz gezahlter Zinsen.

Welche Vorteile bietet eine Aktienanleihe?

  • Höhere Zinsen: Der Zinssatz ist attraktiver als bei klassischen Anleihen.
  • Kalkulierbare Erträge: Der feste Zins bietet Planungssicherheit während der Laufzeit.
  • Indirektes Aktienengagement: Beteiligung am Aktienmarkt ohne direkten Aktienkauf.

Welche Risiken birgt eine Aktienanleihe?

  • Kursrisiko: Bei fallenden Kursen erhält der Anleger Aktien, deren Wert unter dem investierten Betrag liegen kann.
  • Kein unbegrenztes Aufwärtspotenzial: Kurssteigerungen über den Basispreis nutzen dem Anleger nicht – der Rückzahlungsbetrag ist auf den Nennwert begrenzt.
  • Emittentenrisiko: Wie bei allen Anleihen besteht das Risiko, dass der Emittent zahlungsunfähig wird.

Für wen sind Aktienanleihen geeignet?

Aktienanleihen eignen sich für Anleger, die ein höheres Risiko als bei klassischen Anleihen akzeptieren, von einer moderaten Kursentwicklung des Basiswerts ausgehen und an einer überdurchschnittlichen Verzinsung interessiert sind.

Relevanz für die Sachkundeprüfung nach §34f

Aktienanleihen sind ein typisches Prüfungsthema im Bereich strukturierte Produkte. Du solltest folgendes sicher beherrschen:

  • Funktionsprinzip: Wann wird bar zurückgezahlt, wann in Aktien?
  • Basispreis und Rückzahlungsmechanismus: Der Basispreis ist die entscheidende Schwelle.
  • Emittentenrisiko: Im Gegensatz zu echten Aktien trägt der Anleger auch das Ausfallrisiko des Emittenten.
  • Typischer Prüfungsfehler: Den hohen Zins mit Sicherheit verwechseln – du musst das Kursrisiko klar benennen können.

Den Aufbau der schriftlichen IHK-Sachkundeprüfung nach §34f erklären wir dir Schritt für Schritt in unserem Prüfungsleitfaden.

Zusammenfassung

Die Aktienanleihe ist ein hybrides Finanzprodukt: du bietet einen festen Zinssatz, aber die Rückzahlung des Nennbetrags hängt vom Aktienkurs ab. Liegt der Kurs bei Fälligkeit unter dem Basispreis, erhält der Anleger Aktien statt Geld.

Für die §34f-Prüfung sind Rückzahlungsmechanismus, Kursrisiko und Emittentenrisiko die zentralen Themen. Übe unbedingt die Berechnung anhand konkreter Szenarien.

Im Vorbereitungskurs für die Sachkundeprüfung nach §34f lernst du, wie du dieses Thema sicher in der Prüfung beherrschst.

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