
Was ist Versicherungspflicht?
Versicherungspflicht bedeutet, dass du als Versicherungsvermittler oder deine Kunden gesetzlich verpflichtet sind, bestimmte Versicherungen abzuschließen. Diese Pflicht ist im Versicherungsvertragsgesetz (VVG) und in speziellen Gesetzen wie dem Kfz-Versicherungsgesetz verankert. Beispiele sind die Kfz-Haftpflichtversicherung für Fahrzeughalter oder die Krankenversicherungspflicht für Arbeitnehmer.
Was fragt der Prüfer zu Versicherungspflicht?
In der §34d-Prüfung musst du wissen, welche Versicherungen gesetzlich vorgeschrieben sind und warum. Du solltest die Unterscheidung zwischen zwingende Versicherungen (z. B. Kfz-Haftpflicht) und freiwilligen Versicherungen beherrschen. Häufig wird auch gefragt, welche Konsequenzen ein Verstoß gegen die Versicherungspflicht hat.
Typische Fehler von Prüfungskandidaten
Viele Kandidaten verwechseln Versicherungspflicht mit Versicherungspflichtigkeit oder denken, dass alle Versicherungen verpflichtend sind. Ein weiterer häufiger Fehler: Du vergisst, dass die Versicherungspflicht oft an bestimmte Bedingungen gebunden ist – nicht jeder muss jede Versicherung haben.
Praktische Relevanz in der Berufspraxis
Als Versicherungsvermittler musst du deine Kunden auf ihre Versicherungspflichten hinweisen. Wenn du beispielsweise einen Autokäufer berätst, musst du ihm erklären, dass die Kfz-Haftpflichtversicherung nicht optional ist. Diese Beratungspflicht ist zentral für deine Haftung und den Kundenschutz. Mit dem Einstieg als Versicherungsvermittler wirst du regelmäßig mit Versicherungspflichten konfrontiert.
Gesetzliche Grundlagen
Die wichtigsten Regelungen findest du in:
- §1 VVG (Versicherungsvertragsgesetz) – grundlegende Definitionen
- Kfz-Versicherungsgesetz – für Kraftfahrzeuge
- Sozialgesetzbuch (SGB) – für Krankenversicherungspflicht
- Berufsgenossenschaftliche Vorschriften – für Arbeitsunfälle




