
Was ist eine Vorfälligkeitsentschädigung?
Die Vorfälligkeitsentschädigung ist eine Gebühr, die du als Kreditnehmer zahlen musst, wenn du ein Darlehen vor Ablauf der vereinbarten Laufzeit oder Zinsbindungsfrist zurückzahlst. Sie kompensiert den Kreditgeber für den finanziellen Verlust durch entgangene Zinsen und andere Ertragsausfälle.
Prüfungsrelevanz für §34i
In der §34i-Prüfung musst du verstehen, wie Vorfälligkeitsentschädigungen berechnet werden und welche Grenzen das Gesetz setzt. Du solltest deinen Kunden erklären können, wann und warum diese Kosten entstehen und wie sie die Gesamtkostenbilanz eines Darlehens beeinflussen.
Gesetzliche Grundlagen
Die Vorfälligkeitsentschädigung ist in § 489 BGB (Bürgerliches Gesetzbuch) geregelt. Danach darf die Entschädigung die tatsächlichen oder geschätzten Schäden nicht übersteigen, die dem Darlehensgeber durch die vorzeitige Rückzahlung entstehen – insbesondere entgangene Zinsen und Maklergebühren.
Typische Missverständnisse
Du solltest nicht verwechseln:
- Vorfälligkeitsentschädigung vs. Kontogebühren: Die Vorfälligkeitsentschädigung ist eine Ausgleichszahlung für Zinsausfälle, keine pauschale Gebühr.
- Berechnungsmethode: Viele denken, dass die Entschädigung beliebig hoch sein darf – tatsächlich muss sie den tatsächlichen Schaden nachvollziehbar darstellen.
Praktische Bedeutung in der Beratung
Als Immobiliardarlehensvermittler nach §34i musst du Kunden transparent machen, dass eine frühe Darlehensrückzahlung zwar möglich ist, aber kostspielig sein kann. Du hilfst ihnen, die Gesamtkostenbilanz zu bewerten und zu entscheiden, ob eine vorzeitige Rückzahlung wirtschaftlich sinnvoll ist.




