
Was ist die Grunderwerbsteuer?
Die Grunderwerbsteuer ist eine Steuer, die du als Käufer zahlst, wenn du ein Grundstück oder eine Immobilie erwirbst. Sie wird fällig, sobald der Kaufvertrag notariell beurkundet ist. Die Höhe beträgt je nach Bundesland zwischen 3,5 % und 6,5 % des Kaufpreises. Du musst die Steuer in der Regel innerhalb eines Monats nach Erhalt des Steuerbescheids bezahlen.
Prüfungsrelevanz für §34i
Als Immobiliardarlehensvermittler musst du die Grunderwerbsteuer kennen, weil sie ein wichtiger Kostenfaktor bei der Finanzierungsplanung ist. Der Prüfer erwartet, dass du deinen Kunden die Höhe und den Zahlungstermin korrekt erklären kannst. Typischer Fehler: Viele verwechseln die Grunderwerbsteuer mit der Grundsteuer oder denken, dass der Verkäufer die Steuer trägt – tatsächlich zahlt immer der Käufer.
Praktische Bedeutung
Bei einer Immobilienfinanzierung ist es deine Aufgabe, den Kunden auf die Grunderwerbsteuer hinzuweisen, damit er seine Gesamtkaufkosten realistisch kalkuliert. Sie ist eine versteckte Nebenkosten, die viele unterschätzen. Zusammen mit Maklergebühren, Notarkosten und Grundbuchgebühren kann die Grunderwerbsteuer die Gesamtkaufkosten um 8–12 % erhöhen.
Gesetzliche Grundlage
Die Grunderwerbsteuer ist im Grunderwerbsteuergesetz (GrEStG) geregelt. Jedes Bundesland hat unterschiedliche Steuersätze festgelegt, weshalb du regional unterschiedliche Belastungen kalkulieren musst. Im Kurs zur Vorbereitung auf die Sachkundeprüfung nach §34i erfährst du, wie du diese Kosten richtig in deine Finanzierungsberatung einbeziehst.




