
Was ist Sondertilgung?
Eine Sondertilgung ist eine zusätzliche Zahlung über die regulären Kreditraten hinaus, mit der Kreditnehmer ihre Schulden schneller abbauen können. Besonders bei Immobilienkrediten verkürzt sie die Laufzeit und reduziert die Zinsbelastung erheblich. Die Bedingungen – etwa maximale jährliche Beträge oder Sperrfristen – werden beim Kreditabschluss vertraglich festgehalten.
Prüfungsrelevanz für §34i
Als Immobiliardarlehensvermittler musst du Sondertilgungen verstehen und deinen Kunden erklären können. Die Prüfung fragt danach, wie Sondertilgungen die Kreditkonditionen beeinflussen und welche vertraglichen Grenzen es gibt. Typischer Fehler: Viele verwechseln Sondertilgungen mit Ratenstundungen – Sondertilgungen senken die Schuld, Stundungen verschieben nur Zahlungen.
Praktische Bedeutung
Kunden mit Bonuszahlungen, Erbschaften oder Steuererstattungen nutzen Sondertilgungen häufig, um Zinsen zu sparen. Du solltest in der Beratung aufzeigen, dass bereits kleine Sondertilgungen über Jahre hinweg große Zinsersparnisse bringen. Achte auch auf Vorfälligkeitsentschädigungen, falls der Kredit vorzeitig komplett getilgt wird.
Gesetzliche Grundlage
Die Regelungen zu Sondertilgungen finden sich in der Immobiliardarlehenverordnung (ImmoDarlehenV) und im BGB (§§ 488–490). Der Leitfaden zur §34i-Prüfung hilft dir, alle relevanten Kreditkonditionen sicher zu vermitteln.
Vorteile und Risiken
- Vorteile: Schnellere Schuldenabbau, deutliche Zinsersparnis, psychologischer Vorteil durch sichtbaren Fortschritt
- Nachteile: Oft limitiert durch Vertragsklauseln, manche Banken verlangen Gebühren, bei Vollentschuldigung können Vorfälligkeitsentschädigungen anfallen




