
Was ist eine Insassenunfallversicherung?
Die Insassenunfallversicherung ist eine Zusatzversicherung zur Kfz-Versicherung, die Fahrzeuginsassen bei Unfällen schützt – unabhängig davon, wer den Unfall verschuldet hat. Sie zahlt bei Verletzungen, Invalidität oder Tod des Versicherten und ersetzt damit finanzielle Lücken, die die Kfz-Haftpflicht nicht abdeckt. Denn die Haftpflicht zahlt nur für Schäden Dritter, nicht für die eigenen Insassen.
Prüfungsrelevante Aspekte
In der Sachkundeprüfung nach §34d solltest du diese Unterscheidungen kennen:
- Leistungsumfang: medizinische Kosten, Tagegeld, Invaliditätsleistungen, Todesfallleistungen an Hinterbliebene
- Versicherter Personenkreis: Fahrer und Mitfahrer (Anzahl und Definition je nach Tarif)
- Obliegenheiten: Der Versicherte muss ärztliche Untersuchungen akzeptieren und Nachweise erbringen
- Unterschied zur Kfz-Haftpflicht: Es geht um Eigenschutz, nicht um Fremdschadenhaftung
Häufige Verwechslungen
Viele verwechseln die Insassenunfallversicherung mit der Kfz-Haftpflicht oder der Kaskoversicherung. Anders als die Haftpflicht zahlt sie auch für den Fahrer selbst; anders als die Kaskoversicherung deckt sie Personenschäden ab, nicht Sachschäden am Fahrzeug.
Praktische Relevanz für deine Beratung
Als Versicherungsvermittler wirst du diese Versicherung vor allem Berufskraftfahrern, Taxifahrern und Flottenbetreibern anbieten – also überall dort, wo Insassen regelmäßig mitfahren und das finanzielle Risiko erheblich ist.




