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Was ist die Grundsteuer?

Die Grundsteuer ist eine jährliche Steuer auf den Besitz von Grundstücken und Gebäuden, die von den Kommunen erhoben wird. Du zahlst sie unabhängig davon, ob du das Grundstück selbst nutzt oder vermietest. Die Höhe wird anhand des Grundsteuerwertes (nach Reform 2022) und des Hebesatzes der Gemeinde berechnet. Seit 2025 gelten neue Bewertungsmaßstäbe – das ist prüfungsrelevant!

Prüfungsfokus: Was fragt der Prüfer?

Bei der §34i-Prüfung musst du wissen: Wer zahlt die Grundsteuer? (Der Grundstückseigentümer) Wer setzt sie fest? (Die Kommune über den Hebesatz) Und: Wie wirkt sie sich auf die Kreditvergabe und die Kalkulation der monatlichen Lasten aus? Für Immobiliardarlehensvermittler ist relevant, dass die Grundsteuer Teil der dauerhaften Lasten ist – wenn ein Makler falsche Kosten angibt, kann das die Kreditwürdigkeit eines Kunden zu Unrecht mindern.

Typische Fehler von Kandidaten

  • Verwechslung mit Grunderwerbsteuer (die wird beim Kauf einmalig fällig, nicht jährlich)
  • Annahme, dass Mieter die Grundsteuer zahlen (nur der Eigentümer)
  • Unterschätzung der regionalen Unterschiede: Der Hebesatz kann zwischen 1 und über 10 pro Tausend liegen – massiver Unterschied!

Praktischer Bezug für deine Arbeit

Als Darlehensvermittler musst du die Grundsteuer in die Immobilienfinanzierung einrechnen. Sie gehört zu den Nebenkosten, die zusammen mit Hausverwaltung und Versicherungen die monatliche Belastung für Kreditnehmer bestimmen. Wenn du einen Kunden berätst, der ein Mehrfamilienhaus kaufen will, musst du den kommunalen Hebesatz recherchieren – denn die Grundsteuer ist ein großer Kostenfaktor und beeinflusst die Kaufentscheidung.

Gesetzliche Grundlagen

Die Grundsteuer ist im Grundsteuergesetz (GrStG) und den Grundsteuer-Durchführungsverordnungen (GrStDV) geregelt. Seit 2022 gibt es eine neue Bewertungsmethode – statt Einheitswerte gelten nun Grundsteuerwerte, die sich auf Fläche, Lage und Nutzung beziehen. Das vereinfacht vieles, führt aber auch zu Verschiebungen: Manche Immobilien werden günstiger, andere teurer.

Zusammenfassung

Die Grundsteuer ist eine jährliche kommunale Abgabe auf Grundstücke und Gebäude, die der Eigentümer entrichten muss. deine Höhe hängt vom Grundsteuerwert und dem Hebesatz der Gemeinde ab – regional gibt es erhebliche Unterschiede. Für dich als Darlehensvermittler ist entscheidend, dass die Grundsteuer Teil der laufenden Nebenkosten ist und damit in die Kreditwürdigkeitsprüfung einfließt.

Verwechsle die Grundsteuer nicht mit der Grunderwerbsteuer (einmalig beim Kauf). Kenne die Hebesätze der Regionen, in denen du tätig bist – sie beeinflussen die Gesamtbelastung deiner Kunden erheblich.

Im Vorbereitungskurs für die Sachkundeprüfung nach §34i lernst du, wie du dieses Thema sicher in der Prüfung beherrschst.

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