Was sind Futures?
Futures sind standardisierte Terminkontrakte, die an Börsen gehandelt werden. du verpflichten dich, einen Vermögenswert (Aktie, Rohstoff, Index) zu einem festgelegten Preis und Zeitpunkt in der Zukunft zu kaufen oder zu verkaufen. Das Besondere: Du musst die volle Summe nicht sofort bezahlen – du hinterlegst nur eine Sicherheitsleistung (Margin). Das ermöglicht Hebelwirkung, wodurch kleine Preisänderungen des Basiswerts große Auswirkungen auf deinen Gewinn oder Verlust haben.
Was fragt der Prüfer?
In der §34f-Prüfung interessiert sich dein Prüfer dafür, ob du Futures von anderen Derivaten (Optionen, Swaps) unterscheiden kannst, die Funktionsweise der Hebelwirkung verstehst und die damit verbundenen Risiken korrekt einordnest. Wichtig: Du musst wissen, dass Futures ein Lieferverpflichtung enthalten und wie sie sich von Optionen unterscheiden, bei denen nur das Recht besteht.
Typische Verwechslungen
Viele Kandidaten halten Futures für dasselbe wie Optionen. Das ist falsch: Bei Futures hast du eine Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf, bei Optionen nur ein Recht. Außerdem denken manche, Futures sind nur für Spekulanten – dabei nutzen Unternehmen und Anleger sie auch zur Absicherung gegen Preisschwankungen.
Praktische Relevanz für deine Beratung
Als Finanzanlagenvermittler wirst du mit Kunden sprechen, die mit Futures absichern oder spekulieren wollen. Du musst verstehen, dass die Hebelwirkung zwar große Gewinne ermöglicht, aber auch erhebliche Verluste bis zum Totalverlust bedeuten kann. Du schuldest deinem Kunden eine klare Warnung vor den Risiken.
Definition und Funktionsweise
Ein Future ist ein Terminkontrakt, bei dem sich beide Parteien auf den Kauf/Verkauf eines Basiswerts zu einem zukünftigen Zeitpunkt einigen. Der Vertrag ist standardisiert (Menge, Qualität, Lieferdatum festgelegt) und wird täglich bewertet (Mark-to-Market). Dein Gewinn oder Verlust wird täglich ausgeglichen, ohne dass du den Kontrakt bis zum Ende halten musst – du kannst ihn jederzeit verkaufen.
Wichtigste Merkmale
- Standardisierung: Kontrakte sind einheitlich (z. B. 100 Barrel Öl, Lieferdatum März), nicht individuell wie Forward-Kontrakte
- Börsenhandel: Futures werden an organisierten Börsen (z. B. Eurex, CME) gehandelt, nicht über den Ladentisch
- Hebelwirkung: Du brauchst nur 5–10 % der Kontraktsumme als Margin; Gewinne und Verluste vervielfachen sich
- Tägliche Glattstellung: Gewinne/Verluste werden täglich ausgeglichen, nicht erst bei Fälligkeit
Absicherung vs. Spekulation
Hedging: Ein Weizenbauer kauft Weizenfutures, um sich gegen fallende Getreidepreise abzusichern. Spekulation: Ein Trader kauft Weizenfutures ohne physisches Getreide, um von Preisanstiegen zu profitieren. Im Prüfungskontext musst du beide Strategien erklären können und verstehen, dass Spekulation höhere Risiken trägt.
Gesetzliche Grundlage
Futures fallen unter die Finanzinstrumente des Kapitalmarktgesetzes (KapMaG) und sind Gegenstand der §34f-Sachkundeprüfung. Du musst die Vermittlung und Beratung zu Futures korrekt dokumentieren und Kundenrisiken adäquat offenlegen.
Zusammenfassung
Futures sind standardisierte, an Börsen gehandelte Terminkontrakte, die dich zur Lieferung oder zum Kauf eines Vermögenswerts zu einem zukünftigen Zeitpunkt verpflichten. Im Gegensatz zu Optionen ist die Verpflichtung bindend, nicht freiwillig.
Für die Prüfung wichtig: Futures ermöglichen Hebelwirkung durch niedrige Margin-Anforderungen, was sowohl große Gewinne als auch Totalverluste bedeutet. du dienen sowohl der Absicherung (Hedging) als auch der Spekulation. Du musst beide Strategien unterscheiden können und die Risiken gegenüber deinen Kunden klar benennen.
Im Vorbereitungskurs für die Sachkundeprüfung nach §34f lernst du, wie du dieses Thema sicher in der Prüfung beherrschst.




